Das Podenhaus ist eines der ältesten Patrizierhäuser im geografischen Mittelpunkt Österreichs: Bad Aussee.
Es wurde mit viel Liebe zum Detail umgebaut, renoviert und eingerichtet. Die elf Zimmer beziehungsweise Appartments sind alle unterschiedlich groß und ebenfalls unterschiedlich geschnitten.
Das Logo basiert auf einem alten Ettikett einer Weinflasche. Als ich meine Arbeit angefangen habe gab es sehr gute Fotos und alles andere brauchte einen Next Level. Und das war meine Aufgabe.
Angefangen habe ich mit dem Herzstück: Dem Logo.
Vorher: Viele kleine Anteile, an der Seite der Fabelwesen, durchtrennte Linien, die Schrift unter dem Wappen ist streng und hat sehr spitze Serifen, das »P« in der MItte und die 1794 sind eher unmotiviert.
Blick aufs Handwerk: Mit einer Datei die nur aus Pixeln besteht wird eine Vergrößerung ab einem bestimmten Zeitpunkt unmöglich.
Nachher: alles etwas lichter, die neue Schrift wird gleichzeitig Hausschrift und stammt von 1776. Das »P« ist eine Widmung an die Zeit in der das Podenhaus das erste Mal erwähnt wurde, das war im 14. Jahrhundert. Damit kommt die lange Geschichte des Hauses zum Ausdruck.
Blick aufs Handwerk: Das Logo ist nun eine Vektordatei und lässt sich beliebig vergößern.
Noch ein Vorher: Der Prospekt passte ebenfalls nicht ideal zu diesem wunderschönen Haus. Die Schreibschrift wurde 1942 gestaltet, das ist einerseits nicht alt genug und andererseits nicht frisch genug. Die zentrierten Texte sind schlecht zu lesen. Die Stimmung des Hauses wird nicht eingefangen.
Und noch ein nachher: Der neue Flyer setzt auf andere Farben und einen anderen Look. Die Haussschrift im Logo für die Überschriften und eine moderne Schrift für den Text, leicht lesbar und ein leicht getöntes organisches Papier. Das ist die Mischung aus alt und neu, die das Haus so besonders macht. Jetzt ist das entsprechend umgesetzt.
Wo geht's rein? Durch die Geschichte des Podenhauses sind verschiedene Eingänge entstanden. Um es den Gästen einfach zu machen steht der Name gut zu lesen auf der einen Seite und auf der anderen Seite wird auch klar wo sich der Eingang zu den Appartements befindet.
Das Schild auf dem Parkplatz ist individuell in Holz gefasst, die Beschriftung der Türen zu den Appartements hat ebenfalls den neuen Look.
Wie war der Prozess? Und zack mitten ins Geschehen. Zuerst das Logo um eine neue Richtung einzuschlagen. Es brauchte dringend etwas Liebe und sehr viel Geduld. Die kleinen Fabelwesen und Schnörkel zu vereinfachen und den Eindruck zu erhalten war Pixel für Pixel eine handwerkliche Herausforderung.
Darauf folgte der konzeptionelle Teil: Wie bringe ich die beiden Welten des Hauses zusammen?
Die Antiquitäten, die Einrichtung und die top modernen Küchen und Bäder?
Mit einer modernen und doch klassischen Schrift in Kombination zum Logo und der Schrift darin.
Und dann war es wie immer: Wenn der Look steht, wird er auf alles übertragen. Und es ist immer eine Freude wenn das Konzept funktioniert und gut aussieht...